Fakarava -Toau

4001 Tanken bei Cobia3Am 10.4.2018 früh am Morgen liefen wir in das grosse Fakarava Atoll ein. Ein gut markierter Kanal erleichterte die Navigation. Leider war keine der Bojen vor Rotoava frei, d.h. Ankern. Im Dorf erkundigten wir uns, wann nächstes Mal das Versorgungsschiff Cobia3 einlaufen wird. Eine wunderbare Überraschung, bereits am nächsten Tag früh am Morgen. Wir versuchten über die polynesische Telefonnummer den Kapitän zu erreichen, keine Chance. So blieb uns nichts anderes übrig als den Wecker zu stellen und am Morgen um 6 Uhr über Funk, Kanal 16 den Kapitän  anzufragen, ob er 200lt Diesel für uns hätte. Zum Glück klappt’s. Wir fuhren mit Kalea längsseits an die Cobia3, nahmen den schwarzen schmutzigen Schlauch entgegen, bunkerten Diesel und tauschten uns mit der vertrauten Crew aus. Das Benzin kauften wir beim Yacht Service im Dorf, um ein wenig die herzliche französische Familie mit 2 Kindern zu unterstützen. Dort gibt es eine kühle Veranda mit gutem Internet und die Zeit steht still.


Als wir das Geplante eingekauft hatten, wollten wir so schnell als möglich Richtung Pakokota, zu Agnes, Hani ia und Matthew…aber wie so oft, kommt es anders als man denkt.

4004 Pakokota FamilieDer Anker blieb stecken. Es sah so aus, als ob die Kette mitten durch den Korallenkopf lief, was ja eigentlich nicht sein konnte.  Martin musste den Anker abmontieren, der Job von Iris war die Kette sobald sie entlastet ist hoch zu nehmen. Da sich jedoch eine schwere Kette sehr schlecht als entlastet anfühlt, verloren wir den Anker. Martin kam mit Tauchausrüstung wieder an Bord, dann fuhren wir hinüber zum Pier und befestigten Kalea gut gepolstert mit Fendern. Am Nachmittag versuchte Martin noch einmal den Anker zu finden. Gemäss GPS wussten wir ja ungefähr, wo er lag, aber eben nur ungefähr. Erst am nächsten Tag tauchten wir gemeinsam und gingen  mit System vor. Wir befestigten eine Leine am Korallenkopf, an dem der Anker ursprünglich gelegen hatte und schwammen Kreise ab. Leider war das Seil nur 25m lang, gerade als wir umkehren wollten, deutete Iris an, noch kurz in eine Richtung zu schwimmen, wie so oft hat sie auch diesmal gefunden was wir suchten.
Liam und Annie von „Gone with the wind“ halfen beide Tage tatkräftig und unterstützend mit. Das Anker hoch hieven war schnell getan, mit dem Dinghi unter die Kalea getuckert, Kette runtergelassen, montiert und wieder hochgenommen. Fazit, entferne nie den Anker von der Kette ohne ihn mit einem schwimmenden Erkennungszeichen zu markieren, da Fehler passieren, lohnt  sich das Motto: Doppelt genäht hält besser.

4005 Kajaken am südpassEndlich fuhren wir wassermachend nach Pakokota.  Agnes kochte ein wunderbares Abendessen, wir hatten das Glück an einer Boje zu sein und auf dem Schiff das gute Internet zu empfangen. Schöne Spaziergänge, Gemüse einkaufen, mit Haniia spielen, bisschen mit anderen Seglern plaudern, herrlich.  Natürlich wurden wir auch in diesem kleinen Paradies wieder durch anfallende Arbeit gestört. Der Gefrierschrank funktionierte nicht richtig. Matthew musste zweimal an Bord kommen bis die Temperatur wieder auf -15C sank. Bevor wir wieder gegen Süden ausliefen, verbrannten wir noch unseren Kehricht am Pazifik, verschenkten der jungen Familie einige Bettwäsche und knuddelten Haniia noch weicher als weich.

Seit Apataki mussten wir 2x das SUP (stand up paddle board),  den Anker, den Tauchcomputer, ein VHF, ein Tarierjackett, den Gefrierschrank, die WC-Pumpe, den Hochdruckschlauch vom Tauchkompressor und leider auch noch die Unterwasserkamera reparieren.  Mangels Ersatzteilen konnten wir leider in der pazifischen Pampa nicht alles flicken oder ersetzen.
Als wir in Fakarava Süd ankamen, wird gerade eine Mooring frei und am nächsten Tag sind wir beide bereits am Tauchen. Wir haben uns lange auf diesen Moment gefreut, wie erwartet hatte es viele Haie und eine grosse Fisch Vielfalt. Strömungstauchgänge sind eindrücklich, ein wenig wie fliegen. Wir geniessen ein paar Tage Ferienstimmung pur.

Am 3. Tag kam „Gone with the wind“ dazu und 2 Tage später tauchte am Horizont ein Trimaran auf. Jaaaa,  sie sind es, ein herzliches Wiedersehen mit „Aldebaran“, Sabrina und Kristian mit ihrer jetzigen Crew Claus und G. Wir haben uns seit Ecuador bereits mehrere Male getroffen, ein herzliches austauschen will gefeiert sein.
Die Überlegungen, wohin wir als nächstes segeln werden, wird, oh, welche Überraschung von unserem Dinghimotor bestimmt. Zurück auf Platz 3 nach Pakokota.  Der Motor muss laufen sonst sieht das Leben an Bord düster aus. D.h. Martin muss wieder seine Arbeitsklamotten montieren und ab in die Werkstatt. Mit Matthews Unterstützung war die Arbeit in einem halben Tag erledigt.

4002 Village am Südpass4003 Tauchgang mit LiamWir übernachten noch eine Nacht am Fakarava Nordpass an einer Mooring, Schnorcheln und Ruhe geniessen war angesagt.

Am Morgen liefen wir nach Toau aus, verweilten ein paar Tage in diesem friedlichen kleinen Atoll, schnorchelten beide Pässe mit Dinghi im Schlepptau wie auch das Aussenriff. Dann segelten wir um die Ecke nach Anse Amjot. Dort sind im falschen Pass wie auch draussen am Aussenriff die Korallengärten wärmstens zum Schnorcheln zu empfehlen. Wenn am Morgen vor dem Frühstück ein ca 1m Napoleonfisch majestätisch unter dem Schiff durchschwimmt, ist das märchenhafte Gefühl nicht weit weg. Eine wunderschöne Gegend um die letzten Toamotus Stunden zu geniessen. Auch fangen wir unsere 3 kleinen Hausgeckos und bringen sie rüber in die Freiheit.


Am 7.5. segelten wir gegen Tahiti und erreichten das Mooringfeld der Marina Taina  am 9.5. Wir segelten zwei Nächte entlang der diamantenen Milchstrasse, der aufgehende Halbmond  verglitzerte märchenhaft das Licht über den Wellen, es war eine Freude auf der Wache zu sein.

Papeete - Apataki, Tuamotus

Unsere Schweizerferien waren viel zu schnell vorbei, mit Cathay Pacific (gute Raum, Sitzverhältnisse) flogen wir 2x12h nach Auckland. Dort holten wir unsere Fahrräder und ein wenig Neuseelandgepäck bei Deb und Mike ab und flogen am nächsten Tag mit Air Tahiti Nui nochmals 6h weiter nach Papeete (schlechtere Raum, Sitzverhältnisse)


In der Pension de la plage, die ein wenig außerhalb von Papeete liegt, hatten wir bereits seit Monaten (sie sind immer ausgebucht) eine Einzimmerstudio mit Küche und eigenem Bad reserviert. In der Mitte der Anlage ist ein kleiner Swimmingpool, der nach den dichten Arbeitstagen vor allem Iris begeisterte. 4 Tage lang fuhren wir von einer Ecke zur andern, für die Fähre Cobia3 Tickets holen, alle Teilchen zum Verschiffen einsammeln, Rieseneinkauf im Hamuta (praktisch, die liefern alles getrennt nach Normal, Kühlschrank, Eisschrank, direkt auf die Cobia3. Den geflickten Lazybag bei Isabelle abholen, x- mal abklären ob der Streik unsere 120 kg Farbe nun blockiert oder ob sie noch auf die Cobia3 geliefert werden kann. Da wir alles gut vorbereitet hatten, ging es relativ reibungslos, es hätte nicht noch sein müssen, dass der Laptop von Iris am 3. Tag den Geist total aufgab, Vorteil wir konnten die interne HD professionell in eine externe Box einbauen lassen.


3020 Cobia33021 Cobia3Am Montag 12.3.18 gingen wir mit Kühltasche (Essen für 24h) Decken und Gepäck an Bord der Fähre. Drittklassig reisen für 24h ist angesagt. Dank der flachen See sind die Kajüten Betten gar nicht so schlecht, es ist extrem klimatisiert und die Kajüte hat leider keine Türe. Ansonsten aber eine angenehme Art zu Reisen.
Am Dienstagabend um 18:30 Uhr legt die Cobia3 am Dock in Apataki-Village an. Bereits bei Dunkelheit holen uns die Carenage Grosseltern Mami und Papi beim Pier ab, inklusive unserem Bagage. Iris rennt noch schnell ins Dorflädeli um was Warmes zum z‘ Nacht einzukaufen. Genüsslich verzehrten wir das wohlverdiente Mahl am Küchentisch, unkompliziert werden 2 Matratzen in die luftige Veranda gelegt und wir schlafen herrlich und tief.

 


Am nächsten Morgen werden wir alle Vier von Papi mit dem Motorboot übers Atoll in die Carenage gebracht. Es empfiehlt sich in den Gepäckstücken innen alles in Plastiksäcke abzupacken, die Fahrt war wie zu erwarten ein Dauersalzbad.


Kalea,  war in bester Form, sauber keine Tiere perfekt. Natürlich beugten wir dem Allem auch vor, jede Ecke war geputzt und gewartet:


Bevor wir das Schiff verliessen gab es Einiges zu tun:
Beide Frontlocker und Motorräume auswaschen, beide Motorenservice und reinigen, Tanklocker reinigen, Heckkabinen Rückfenster neu abdichten, Batterieüberwachung reparieren, Leiterhalterung Frontlocker, Hecklocker reinigen, Ankerwinch pflegen, Motorsteuerung abdichten, Tankanzeige reparieren, Lazybag demontieren und nach Papeete zum Flicken mitnehmen, Hutchdichtungen pflegen, Div. Wasserfilter reinigen, Dinghi reinigen und undichte Stellen flicken, Velo reinigen und so verpacken, dass sie auch in Papeete ankommen, Kühl und Gefrierschrank abtauen und rausziehen, so dass alles gut lüften kann. Solarpanel demontieren, Grosssegel runternehmen und verstauen, Vorsegel runternehmen und verstauen, noch schnell eine Schutzhülle für die Schotten nähen etc. etc…
Bei unserer Rückkehr gab es noch einiges mehr zu tun:


3022 Unterwasser schleiffen3023 Unterwasser streichenNie vergessen das improvisierte Wohnen, Wasser wird in Kübeln hochgeschleppt, Toilette ist drüben am Ende des Platzes, Kühlschrank und Gefrierfach können auf dem Hart noch nicht in Betrieb genommen werden, Leiter hoch, Leiter runter, Leiter hoch, Leiter runter, begleitet von diversen Tigermücken.
WC Auslauf Umschalter reparieren, Steuerruder reparieren, Wassermacher Filter ausbauen, Netz reparieren, Furler pflegen, Gefrierschrank Gas auffüllen lassen, Grossfall ersetzen, Radarreflektor neu installieren, Grossegel, Vorsegel, Lazybag montieren, Ankerkettenmarkierungen ersetzen, Solarpanel montieren, Wasserverteiler pflegen, bei allen Winchen den Service machen, Tauchkompressor Service machen, Pumpendruckschalter ersetzen, neue Winchabdeckung nähen, alle Canvassachen nachnähen, Dinghimotor reparieren, Unterwasser abschleifen und neu streichen, Anoden ersetzen, SUP flicken etc. etc. etc…..


Herzlichen Dank nochmals an Stephan von Baju, dank ihm konnten wir einen improvisierten Kühlschrank benützen und dies ersparte uns einige Gänge zur Küche von Pauline.


3024 Mami Lau

Empfehlen wir die Carenage weiter? Was das Klima und die Taifunsicherheit anbelangt auf jeden Fall. Wenn man dort Arbeiten erledigen will ist alles selber mitzunehmen. Man ist echt am Ende der Welt. Während unserer Ankunft und Abreise hatte sich das Umgangsklima ins schlechte verändert, bei der Ankunft war die vielgepriesene Herzlichkeit spürbar, bei unserer Rückkehr gerade das Gegenteil. Am schlechtesten Benahm sich Alfred der sich bei jeder Gelegenheit gehen liess. Auch wurden die Preise um 20% erhöht, was ein wenig viel ist. WC und Dusche sind rudimentär. Der Abschied war dementsprechend frostig. Mami und Papi Lau waren immer herzlich und hilfsbereit.

 


3025 Dinghi reparieren

Den Geburtstag von Martin feierten wir diesmal sehr schlicht mit einem Spargel Risotto und der letzten Flasche guten Wein. Am 28. März wasserten wir Kalea wieder ein. Zuerst waren wir einfach froh, dass praktisch alles so reibungslos geklappt hatte. Als wir im Wasser waren funktionierte unser Gefrierschrank nicht, zum Glück konnte Toni das Gas auffüllen. Dann hatten keinen Ersatzimpeller für unseren 20PS Honda Motor. Ein kleines Wunder geschah: tataaaaa:  Eine Sunde bevor wir umständlich mit Flugzeug und Unkosten einen Impeller kurz vor Ostern in Papeete bestellen konnten (wenn es ihn überhaupt Einen gab) lief eine alte Outremer50 ein.  Sergine et Bruno, waren genau für 24h hier und erst noch mit einem 20PS Honda Motor am Dinghi und unglaublich aber war, sogar einen Ersatz Impeller mit dabei. Dies feierten wir am Abend gebührend bei uns auf Kalea mit  einer feinen Spagettata.

 

3027 Grillen am Land3026 Grillen am LandDann endlich, Anker hoch und ab Richtung Nordost Pass. Weit und breit kein Boot, idyllische Atoll Einsamkeit. Nun war Erholung angesagt. Grillieren, schnorcheln, das Atoll  erforschen, Kehricht verbrennen etc… Es ist immer wieder beeindruckend quer durch den Atoll Ring zum Aussenriff zu gehen. Die Weite des Pazifiks ist immens. Am Abend erstrahlte die von keinem einzigen Fremdlicht beeinträchtigte Milchstraße mit Milliarden von Sternen.
Der Dritte und letzte Ankerplatz im wunderschönen Apatakiatoll genossen wir beim Nordost Pass. Eine grosse Fläche lädt zum Spazieren ein. Obwohl wir bei 18m Tiefe ankern, ist der Halt sehr gut. Wie immer ist die Ankerkette gestuft mit Bojen in der Höhe reguliert, so können wir die Korallen, unsere Kette und erst noch unseren Schlaf schützen.
Am 9. April 2018 abends um 18 Uhr laufen wir aus. Die letzten Sonnenstrahlen beleuchten den Pass, wir setzen Segel, essen Spinatkuchen und freuen uns auf den Nachtschlag nach Fakarava, wo wir ca. 12h später durch den Nordpass einlaufen werden.

Neuseeland

Neuseeland vom 4.November 2017 – 4. Februar 2018 Nord- und Südinsel


Kalea liessen wir mit einem guten Gefühl in Apataki zurück und flogen mit Air Tahiti nach Papeete. Im Gepäck nahmen wir den Lazybag zum Flicken mit, unterwegs sammelten wir noch die beiden Brompton (Velos) ein, die wir Tage vorher dem Versorgungsschiff mitgegeben haben. Leider waren unsere guten Lowa Wanderschuhe nicht mit dabei, die Zwischensohlen von beiden Paaren zerfielen zu Staub. Scheinbar müssen Wanderschuhe alle paar Wochen mal bewegt werden, ansonsten löst sich die Zwischensohle auf.
Dank  Eeva und Tapio und den verschiedenen Cruisingguides hatten wir alle die für uns notwendigen Informationen, was, wie, wo, wann, wie viel Zeit benötigt und fädelten das Wichtige für Anfangs März 18 ein. Geplant ist, dass wir alles nur noch einsammeln und einkaufen könnten. Die Erfahrung liess uns natürlich zusätzlich 2 Puffertage einplanen. Dann war es endlich soweit….
Am 5. November 2017 landeten wir mit Air Tahiti Nue in Auckland und holten unseren für 3 Monate gemieteten Campervan bei Kiwi Camper ab. Diese unprofessionell geführte Firma im Detail zu beschreiben wäre schade um die Zeit. Mietet weder bei Kiwi Camper noch bei Happy Camper ein Fahrzeug, es sei denn ihr habt eure jährliche Portion Ärger noch nicht gehabt. Es spricht Bände, dass wir mit ihnen 3 Tage beschäftigt waren.
In Neuseeland durften wir das Zuhause von Deb und Mick Hollier als Postadresse wie auch als Materialdepot benützen. Auch erleichterte uns die Hollier Familiy mit verschiedenen Informationen den Start in Neuseeland.


3000 Cap Reinga3001 Waipoua Forest

Das sehr unübliche Frühsommer Wetter  war für uns ein Geschenk. Tagsüber war es zwischen 25C-28C in der Nacht 15C. Trockenes sehr angenehmes Klima.
Wir reisten zuerst entlang der Ostküste Richtung Norden. Ein herzliches Wiedersehen in Russell mit  Janet und David. Mit ihnen und Peter von England, liefen wir erfolgreich zum Fischen in die Bay of Islands aus. Das Abendessen mundete dementsprechend. Dann kurvten wir hoch bis zum Cap Reinga,  der Westküste entlang durch die uralten Kauriwälder gegen Süden wieder nach Auckland.

 

 

3003 Hells Gate Park3004 Wai O Tapu Thermal Wonderland

Nochmals einen kleinen Reparaturaufenthalt bei Kiwi Camper, dann weiter durch die mit heissen Quellen durchsetzten Gegenden von Rotorua. Leider fiel unser geplanter Tongariro-Nationalparkbesuch am 27.11., dem 2. Regentag seit unserer Ankunft, buchstäblich ins Wasser. Es war nur noch 6 C und roch bereits nach Schnee. Schnell fuhren wir die Westküste entlang weiter Richtung Wellington. Dort war das Wetter sonnig und warm, unterwegs kreuzten wir uns mit Seglerkollegen Angela und Roland zu einem herzlichen Wiedersehen bei einem Café.


Die Überfahrt von Wellington nach Picton war sonnig, ruhige See und gab uns ein klares Bild von den Sounds. Der Unterschied zwischen Sound und Fjord ist, dass die Sounds durch das Wasser ausgewaschen und die Fiorde von Gletschern geformt wurden.


3008 Billy Creek3009 Gabriels Gully

Ab und zu campierten wir auf den freien Parkplätzen. Meist lagen diese sehr idyllisch, ausgenommen derjenige in Nelson. Dort hatten sich die Gesetze ab 1. November geändert, so mussten wir anstelle des „zentralen Stadtplatzes“ auf den Parkplatz vom Einkaufszentrum New World ausweichen.  Durch das „NZ_Frenzy_South.pdf“ (gibt es auch für den Norden) waren wir nebst einem normalen papierenen, wie auch einem digitalen Reiseführer über die diverse Ausflugsmöglichkeiten bestens informiert.
Neuseeland offeriert für jeden Bedarf ein sehr abwechslungsreiches Wandernetz. Die meisten Ausflüge kann man unterwegs machen.

 

Ein „normaler Campervan“ Reisealltag sieht folgendermassen aus: Jedes von uns mit seinem eigenem Morgenritual, Martin guckt dem Leben zu, Iris entrostet sich auf der Gymnastikmatte,  Frühstücken, jedes Ding an seinen Ort, losfahren. Noch kurz die diversen Unterlagen studieren und wir kurven lustvoll durch die Gegend. Iris liest fortlaufend die aktuellen Infos und fotografiet hunderte von Sujets. Dann wieder einen 30 Min – 1h Wanderweg, an einen Wasserfall, Goldrauschgeschichten lesen, Maorilegenden, wunderschöne gigantisch alte Baumlandschaften bestaunen, Gletschertäler erklimmen, Maorihöhlen suchen, imposante Küstenabschnitte hier, steilste Täler dort, dann irgendwo an einem idyllischen Ort  im lieblich rauschenden Schatten Mittag essen, noch dies oder jenes anschauen, auf dem Campermate-app einen Campground finden, ankommen, mit ein paar Hölzern den Campervan nivellieren.  Meist grillieren und den üppigen Tag bei einem Glas Rotwein noch einmal Revue passieren lassen.

3010 Slope Point3013 Curio BayAb und zu schieben wir auch einen Erholungstag ein, der ist  jedoch meist vollgestopft  mit hunderten von Fotos sortieren, Webseite nachführen und Mails schreiben, nach Hause telefonieren und einfach die Seele baumeln lassen. Auf jeden Fall sind wir abends jeweils so müde wie auf dem Schiff. D.h. wir schlafen regelmässig 11-12h. Wenn man bedenkt was wir alles sehen, ist dies nicht verwunderlich; Regenwälder; Gletscher; einmalige Küstenabschnitte; versteinerte Wälder; uralte Bäume; uralte Landschaften; Wolkenbilder mit einer Weite und Formation, dass wir nur noch staunen; heisses Vulkanwasser das jeder Arthrose schmeichelt; Schafherden, soweit das Auge reicht; Grüntöne, die jeden Maler herausfordern; Jade; Steine, rund, flach, eckig in allen Farben; versteinertes Harz; Pinguine; Delphine; Albatrosse; Eisenbahnen, die auf Holzschienen fuhren; melodiöses Vogelgezwitscher; Museen; Weite; Wind; Wellen; weiche lieblich blumige Hügelzüge; Bäume, die aussehen wie Fabelwesen; Kühe, die auf riesigen Weiden grasen; Pferde, die ihrer Natur gemäss rumgaloppieren.

Es hat Platz und Weite, die Menschen sind sehr freundlich und friedlich, bleiben gerne für eine kleine Geschichte stehen und heissen dich willkommen.

Mitte Dezember blieben wir 3 Tage in Dunedin, verdauten was wir bis jetzt alles erlebt hatten und schufen Raum für Neues. Wir genossen es mit Kati und Röbi wieder einmal Schweizerdeutsch zu sprechen. Die Holiday Park CG bieten im ganzen Land einen guten Standard an Sauberkeit.
Am 19. Dezember ging die Reise weiter entlang der Südküste Richtung Milford Sound. Zu unseren üblichen Reiseunterlagen, nehmen wir nun noch eine zusätzliche Broschüre über die Südküste dazu. Wir bestaunen „The Tunnels“, den versteinerten Wald in der Klippenlandschaft, das Naturkunstwerk „Pancake Rocks“, baden im Coal Creek Fall und lauschen dem Vogelgezwitscher und trinken in einer zum Pup umfunktionierten Kirche ein Café.


3011 Te Anau3014 Milford Sound

Unterwegs feiern wir in Te Aanau Weihnachten. Die in der Heilsarmee für 1 Dollar gekauften kleinen Weihnachtskugeln baumeln schmuck am Fenster, ein wenig Kitsch muss sein. Wir spazieren durch einen hinter dem Campground gelegenen alten Baumpark , entlang dem von Bergen umrandeten Te Anau. Genau die richtige Weihnachtsatmosphäre für uns Schweizer.
Nun geht die Reise weiter über Mossburn weiter in den Milford Sound. Eine eindrückliche Meerlandschaft in mitten steil aufragenden Bergen. Das hin und zurück mit Tunnel und Pass erinnert uns ein wenig an die Schweiz. In Arrowtown landen wir auf einem typisch neuseeländischen Campground. Ganze Zeltstädte  reihen sich friedlich, grosszügig und verblüffend ruhig aneinander. Wir entfalten unsere Räder und kurven ferienmässig durch die Gegend.


3015 Mount CookWeiter geht die Fahrt Richtung Omarama Mt. Coock, von weitem sieht man die sich zurückziehenden Gletscher. Mit Britta und Benedikt schwatzen wir uns gemütlich in die Nacht.  Am darauffolgenden Silvesterabend sind wir dementsprechend zeitig im Körbchen, die eindrückliche Umgebung am Lake Tasman erkunden wir am nächsten Tag.
Im Waikai Reserve suchen wir mit Petra und Klaus erfolglos entlang der Bahnstrecke und dies in brütender Mittagshitze die Maori Höhenmalereien. Den sehr gesellig lustigen Ausflug beendeten wir mit einem gemeinsamen gemütlichen Abendessen auf dem Campground.
Weiter ging die Reise, Sternwarte, extrem wechselnde Landschaften entlang der immer noch vom Erdbeben verwüsteten Ostküste hoch nach Havelock. Nebst der Bretagne genossen wir hier die allerbesten Muscheln, wir dachten uns alle guten Dinge sind 3 jammi…..
Auf dem Weg nach Pitcon verbrachten wir noch einen so richtig typischen Sonntag an der Küste. Baden, lesen, was Feines Essen,  Seele baumeln lassen, faulenzen und sein. Am Abend auf dem Marina Holiday Park wiedermal ein Schweizerschwätzle mit Gabi und Heinz. Trotzdem wir beide fliessend englisch sprechen, ist es doch ab und zu wohltuend Mundart zu plaudern.

 

3007 Wellington PictonMorgen ist bereits Mitte Januar, ab auf die Fähre rüber nach Wellington. Die See war angenehm flach das Wetter wie immer super, was wollen wir mehr.
Im Kaitoke Regionalpark (dort wurde ein Teil der Lord of the Rings Filme gedreht) staunen wir uns durch den Regenwald, ein glasklarer Fluss ladet zum Baden ein, Maorifamilien springen von den Felswänden in die Schlucht, der Park ist riesig und wir geniessen unsere Ruhe.
Zu empfehlen ist der Eketohuna CG, Neuseeland pur, familiär, Kricket spielen jeder plaudert mit jedem, günstig, herrlich….
Über Morere, Tolaga Bay, Waihau Bay geht’s weiter nach Whatakene.

3018 White IslandDort bleiben wir 3 Nächte um White Island eine aktive Vulkaninsel zu besuchen. Ha ha wir müssen Atemmasken anziehen, auf dem Dinghi natürlich Schwimmwesten. Nicht dass es unser Ding ist bei geführten Touren mitzumachen, es hatte sich aber xmal gelohnt. Einen aktiven Vulkan siehst du nicht jeden Tag. Mit dem Fahrrad erkunden wir ein wenig die Gegend. Schön gelegen, ruhig.
Bereits sind schon die ersten Email eingetroffen. Das herzliche Wiedersehen in Tauranga mit „Sula“ Lesley und Stu, wie auch überraschenderweise mit „Muse“ Annie und Carl, feierten wir an Bord von Sula mit einem von Lesley liebevoll vorbereiteten gediegenen gemeinsamen Abendessen. Am nächsten Tag erklimmen wir noch den Mount Manganui.

 

 


Dann wollen wir weiter, unsere Neuseelandreise geht langsam dem Ende zu. Unterwegs nach Auckland besuchen wir in Coromandel noch das Grundstück von Stu und Lesley, pflücken Früchte, denken an Sue und Brian die auch irgendwo einen Alterssitz gekauft haben und hoch geht’s nach Auckland. Bei Mike deponieren wir beide Fahrräder und 2 Taschen, die wir während unseren Schweizerferien dort sein lassen dürfen.


Nicht weit von Mike entfernt ist bereits der nächste Hollierbruder Marc. Er verwaltet die Half Moon Bay Marina. Wir geniessen mit „Geniet Lew“ Janet und David ein herzliches Wiedersehen bei einem wunderbaren Abendessen. Da wir Freunde von Holliers sind, dürfen wir mitten im Marina Gelände campen, was in mitten der vielen Boote sehr heimelig ist.
Wir fliegen nun für einen Monat in die Schweiz und freuen uns auf unsere Familien und Freunde.


Im Herzen nehmen wir eine 3 monatige unvergessliche Neuseelandreise mit, glücklich und dankbar dass alles gut gegangen ist, bereichert durch die neuseeländische Herzlichkeit und dass wir trotz 50% Regenwetterprognose und dem aussergewöhnlich heissen Sommer nur 8 Regentage aushalten mussten.

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