Honduras Bay Islands

Am 8. 12.15 klarierten wir in Livingston mit der Hilfe von Agent Raoul aus. Reibungslos ging es über die Bühne. Während dem er für 400 Q pro Schiff und 80 Q pro Person alle Formalitäten erledigte, gingen wir mit „l’eau dac 4“ Einkaufen und Mittagessen.
Die Festlandküste von Honduras hat keinen guten Ruf. Um die Risiken so klein wie möglich zu halten, segelten wir mit 20 SM Landabstand und ohne Navigationslichter durch die Nacht. Kein VHF nur SSB. Ab und zu fragte „Chèrie 1““ Chèrie 2“ ob alles in Ordnung sei. Einmal hatten wir beide gedacht, dass ein Segelschiff direkt auf uns zuhält, „ha ha“ um 03:00 Uhr morgens ging der Neptun auf. Die Nacht war relativ windstill, deswegen war es einfach nahe beieinander zu segeln, respektive zu motoren. Es war eine herrliche Nacht für die Überfahrt, überzogen mit diamantenen Sternen.


1010 Carneval übenIn Utilla BI konnten wir für 3$ pro Person und 20$pro Schiff einklarieren. Am Abend feierten wir gemeinsam mit „l’eau dac 4“ und kochten zur Feier des Tages, den von ihnen gefangenen Mahe Mahe.
Neben fast täglichen Yogaübungen, genossen wir auch das Schwimmen, Noodlen und die Gegend erforschen. Der Kanal der die Südküste mit der Nordküste verbindet, ist wegen den Mangroven für unser Dinghi leider zu eng so mussten wir unseren Ausflug abbrechen.
Jeweils vormittags erledigten wir Schiffsarbeiten. Gemeinsam konstruierten wir die Winch-Abdeckungen, wie auch 2 Regendreiecke, die wir in die bestehende Garnitur mit Reissverschluss einfügen können. Gemüse hat es, wie fast überall, in wunderbarer Auswahl. Am 15.12.15 spielten diverse Carnevalgruppen, die mit pfiffigen Rhythmen durch das Dorf zogen . Am Abend gab es bei uns endlich wieder einmal frischen Tunfisch für nur 50 L/pd (20=1Sfr.). Der Fischer „Zorro“, verkauft jeweils ca. 10 Uhr morgens links von der Fähre frischen Fisch.

 

Am 16.12.15 segelten wir weiter nach Roatan Fantasy Islands. Zufälligerweise fanden wir einen Ankerplatz, schön geschützt hinter dem Riff, mit Free Wifi. Auf dem Kanal VHF 71 war jeweils um 07.30am das Cruisernet. Tracy und Steve von „Saga Sea“ waren sehr hilfsbereit und erklären uns alles. Wir verbrachten mit Cécile und Sylvain von „Pura Vida“ die Weihnachtstage. Am 24.12.15, nach dem Essen einer wunderschönen Paelia, geht ein Schiff bei 33kn auf Drift, somit war die Romantik beendet. Beide Männer retteten das Boot und dann waren wir alle zu müde um weiter zu feiern.
Am 30.12.15 versetzen wir nach Westend. Dort tauchen wir mit „Pura Vida“ und verbrachten mit ihnen einen herrlichen Silvester inklusive Nachtschnorcheln. Im Wasser waren überall lumineszierende Lichtgirlanden zu bewundern.
Silvestermenu: geräuchter kanad. Lachs, echter franz. Champagner und indisches Pouletcurry mit Basmati Reis und, zum Dessert Flan Caramel .
Wir haben die Zeit mit Cécile und Sylvain sehr genossen.
Das Bunkern im Supermarkt „Eldon“ mit einem Riesensortiment an Lebensmitteln war mit dem Tika Bus einfach. Es kostet 25L pro Person. Mit dem Collectivo Taxi für 150 L zurück bis fast vors Dinghi, so dass die Kühlkette gewährleistet war.
In der Zwischenzeit hatten wir auch Kontakt mit andern Seglern von Nana Juana über SSB. Jeweils um 02:00am UTC ist das West Caribean Net, ideal, so konnten wir uns mit „Miss Molly“, „Lucky 7“ und „C Level“ austauschen. Während dem Sonnenuntergang lud uns die Westend-Beach zu einem ausgedehnten Spaziergang ein.
1011 Strandspaziergang Westend RoatanWir erforschten die Insel mit dem Bus und erhielten immer wieder einen kleinen Einblick in den Inselbewohner Alltag. Wir spazierten allein durch den Botanischen Garten, durch den üppig grünen Regenwald bis hinauf auf den kleinen Hügel. Es war sommerlich heiss, trotzdem ging eine wunderschöne Brise. Auf dem Heimweg wollten wir noch frischen Fisch kaufen in der Halfmoon Bay. Doch an diesem Tag waren die Fischer leider mit leeren Händen heimgekehrt.
Am 9.1.16 mieteten wir einen Skooter für 30$ inkl. Tax und blochten zusammengeklappt, wie 2 Taschenmesser, über die Insel. In Punta Gorda assen wir, in einem lauschigen, auf Stelzen gebauten Häuschen, zu Mittag. Es war ein friedlich, ruhiger Ort und wir die einzigen Touristen. Dies ist nicht immer so, dies stellt man an den Preisen fest. Wir fuhren bis weit in den Osten, zuletzt auf einer Schotterstrasse bis zu einem wunderschönen ruhig gelegenen Resort. Hier liessen wir, bei einem Eiscream, die Stille auf uns wirken. Auf der Heimfahrt bogen wir in Coxenhole ab, fuhren entlang der Südküste und erreichten unsere Kalea erst im letzten Dämmerlicht. Kaputt und müde, ein Scooter für unsere Grösse bringt es definitiv nicht. Trotzdem genossen wir diesen schönen Ausflug.

1012 Mahe MaheDie folgenden 2 Tage in Westend verbrachten wir mit „Spirit of Argo“ und „Free Spirit“, es ist sehr vertraut einander wiederzusehen. „Nana Juana Family“.
Am 14.1.16 liefen wir aus in Richtung Cayo Cochino. Unterwegs fing Iris den ersten richtig grossen Fisch, einen ca. 80 cm langen Mahe Mahe. Wir füllten unser Fischdepot auf und waren froh in Roatan nicht schon viel gekauft zu haben. Eine Delphinschule begleitet uns eine Weile auf dem spiegelglatten Meer.
Cayos Cochinos ist ein friedliches, von Park Ranger geschütztes, kleines Tauch, Schnorchel und Ruheparadies. Der Aufenthalt kostete 23$ für das Boot und 24$ pro Crewmitglied (Captain gratis). Die Cayo Cochino Mayor ist wunderschön ruhig und in ca. 3h zu umwandern. Hier leben Garifuna, welche die Erlaubnis haben zu fischen. Sie bieten verschiedenen selbstgemachten Schmuck und Fisch zu fürstlichen Preisen an. Die Mitarbeiter vom Turthle Resort sind freundlich und erlaubten uns das Dinghi fest zu machen. Wir fühlten uns willkommen, genossen die Ruhe (24h waren wir ganz allein am Ankerplatz, was wir sehr geschätzt hatten) dann kam „C Leve“l und am nächsten Tag „Searose“, die Freude war gegenseitig gross. Bei Sonnenuntergang gab es bereits einiges an Geschichten auszutauschen. Wir konnten bereits von unserem ausgiebigen Inselerkundigungsausflug und dem erklimmen des Lighthouse schwärmen. Da am nächsten Tag die Winde von Westen kamen, waren wir alle gezwungen auf die Ostseite der Insel auszuweichen. Leider war kein guter Ankerplatz vorhanden und um die Korallen zu schützen, kehrten wir am Abend wieder an die Bojen zurück.
Morgen werden wir Richtung Roatan auslaufen, dort einkaufen und dann geht es weiter nach Guanaja.1013 Aussicht auf Guanaja

Guatamala

1000 Polo Garifuna Musiklehrer

  

Nachdem wir in Livingston reibungslos Einklarieren konnten, begegnete uns Polo ein Musiker der Garifunas und ließ uns kurz hinter die Kulisse schauen. Die Garifuna sind eine Volksgruppe mit über 100.000 Angehörigen in Zentralamerika und den USA. Ihr Ursprung geht aus der Verschmelzung von Kariben und Sklaven westafrikanischer Herkunft hervor.

 

 

Guatemala hat 7 Regionen:     Guatemala, Highlands, Petén-Izabal, Verapaces, The East und The Pacific
Offizieller Name:                     Republic of Guatemala
Indiander Name:                    Quauthemallan = place of many trees
Grosse:                                  108’889 km2
Einwohner                              ca. 14 Mio
Geldwährung                          Quetzal

 

1001 Schule

 

Hinter der kleinen Insel Cayo Largo beim Eingang in den Lago El Golfete, verbrachten wir ein paar eindrückliche Tage umgeben von Regenwald, Ruhe und Maya Indianer, die mit ihren Einbaum Booten fischten und zum Teil auch ihre Waren feilboten. Durch den Besuch von drei Kindern, wurde uns ein kleiner Einblick in ihren Schul- und Familienalltag gegeben. Wir bringen für die 13 Kinder Ende November Schulmaterial, wie auch Zahnbürsten mit viel Zahnpasta vorbei.

 


1002 Pool Nana JuanaAm Ende des El Golfete verbrachten wir in der Nana Juana Marina viele Wochen, die meisten davon mit den anfallenden Schiffswartungsarbeiten. Auf der To Do Liste waren 189 Punkte. Am 3. Dezember, wenn wir auslaufen, sind es noch 7 Punkte nicht erledigt. Neben den Schiffsarbeiten kam auch das soziale Leben mit anderen Seglern nicht zu kurz. Iris genoss täglich entweder Yoga oder Aquagym im Pool, beide genossen wir das sonntägliche Barbecue, Ausflüge im Lago Izabal, El Golfete und der näheren Umgebung. Die Aktivitäten mit einer buntzusammengewürfelten Seglergemeinschaft waren oft sehr unterhaltsam und es gab viel zu Lachen.


1003 Tikal

 

Dreimal genossen wir Ferien vom Schiffsalltag. Einmal ging die Reise über Flores nach Yaxha und Tikal, Kultur, Vögel, Affen, Mayaalltag, da und dort herzliche Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung. Die Guatemalteken sind sehr farbenfroh, offen und wenn man ein wenig spanisch spricht gehen einem überall die Türen auf.


1004 Kirche Markt Hochzeit

 

Die zweite Reise ging über Guatemala City nach Antigua. In der Jugendherberge Tree Monkeys erlebten wir eine gemütliche Basis um die Umgebung zu erkunden. Märkte, Musik, feines Essen, Erholung, schlendern, aber auch Vulkanwanderung und die Einheimischen beobachten war ein Genuss.

 

 

Von da aus ging Iris für 2 Monate in die Schweiz und genoss dort 6 Wochen lang wieder in den Arbeitsalltag einzutauchen, Martin folge 3 Wochen später. Wir beide haben unsere Schweizerferien sehr genossen, die Familien, Freunde aber auch den herrlich farbigen Herbst in unserem Bilderbuchland. Trotzdem kehrten wir gerne auf unsere Kalea zurück.

1005 Kaleas Happy Hour 2

 

Nach zusätzlichen 5 Wochen Fleißarbeit ist nun der Zeitpunkt gekommen, von dieser kleinen Marina Gemeinde Abschied zu nehmen, wir werden in ein paar Tagen in Livingston ausklarieren und auf die Bays Islands Honduras auslaufen um uns dort erstmal vom vielen Arbeiten zu erholen und endlich wieder einmal das süße Nichtstun zu genissen.

 

 

Weitere Bilder

 

Belize

Belize Juni 2015

Ehemals British Honduras, Offizielle Sprache Englisch, jedoch Kreol und Spanisch sind sehr verbreitet. Eingeklemmt zwischen Mexico und Guatemala mit ca. 350`000 Einwohnern. In der Vergangenheit war Belize eine britische Kolonie. Das Land wurde von den Maya bewohnt und von Piraten gegen die Spanier und Schotten weniger erfolgreich verteidigt. Schlussendlich 1964 wurde es das heutige Belize.

 

Kartenmaterial:
Cruising Ports the Central American Route, Revised 6.5 Edition 2013 Captain Pat Rains
Cruising Guide To Belize and Mexico’s Caribbean Coast 2nd printing 2010 Captain Freya Rauscher
Dank auch hier den beiden Autorinnen, ohne dieses bemerkenswert detailliertes Kartenmaterial, wären die Rifferkundigungen eine Höllenfahrt.

950 Eastern ChannelAm 18.6. 23.30h in stockdunkler Nacht, ankerten wir an der Westseite vor Turrneffe Islands in Belize, herrlich bewacht von unserer Ankerwache dem GPS schliefen wir nach 2 durchsegelten Nächten tief und wunderbar. Die Einfahrt nach Belize City durch seichtes Wasser, wurde durch einen gut markierten Kanal sehr erleichtert. Ankunft Belize City, grauer Himmel 2m Wassertiefe. Normalerweise manövriert Iris die Kalea in einem Schwung ans Dock und Martin fixiert das 11 t schwere Schiff gleich gekonnt am Dock. Diesmal nicht. Nicht kompetente Dockhelfer, sehr starker Wind und Strömung zwangen uns das Manöver 5 Mal zu wiederholen. Kaum waren die Leine endlich vertäut, kamen schon die 5 Personen von Custom (50$), Port autorithy (97$), Healt (40$), Agricultur (40$) und Imigration (je 20$) daher. In Klammer die bezahlten Geldbeträge in US$, zur Information für anderer Cruiser. Am Schluss des ca 3h dauernden Prozedere (für alle Papiere wurden 6 Kopien verlangt, inkl. komplette Lebensmittelliste, die wir wohlgemerkt selber organisieren durften) knöpften sie uns das oben erwähnte Geld ab natürlich ohne Quittungen! Trotz massivem Protest war nichts zu machen. Dies war bis jetzt das einzige Land, wo wir vorgängig keine Anhaltspunkte hatten und mit Abstand das Teuerste. Wir fühlten uns betrogen. Aber….durch Schaden werden auch wir klüger. Von einem Einheimischen haben wir die Telefonnummer des Radiosenders für Kriminalität erhalten. Wir überlegen es uns, nach dem Ausklarieren dieses sich gütlich tun am Segelvolk ein wenig publik zu machen.

951 Fischer TurneffeVon da an ging es dann wieder wie durch Butter. Alle lieb, nett zuvorkommend und hilfsbereit. Wir konnten uns im Marine Shop mit gutem Kartenmaterial eindecken und ab ging es wieder raus zu den Turneffe Islands. Mit grosser Begeisterung lasen wir beide die Unterlagen durch, da die Reffs Atolle sind, die von der seichten Wassertiefe her nicht zu unterschätzen sind. Die Begeisterung stockte fast, als wir lasen, dass innerhalb des Atolls wo wir uns gedanklich schon herrlich schnorcheln sahen, amerk. Salzwasserkrokodile (Länge bis 6 m) leben. Argh…grumpel….puuuh….na ja, sollen ja auch Nacht aktiv sein! Geht in dieselbe Kategorie wie die Haifische, stecken wir locker weg. Vor allem Iris die ja oft und gerne allein schnorcheln geht, wird sicher locker links rechts links rechts links rechts schauend gemütlich durch die Korallenbestände schwimmen. Schlussendlich sahen wir kein Einziges, wie auch das Tauchen ist durch die starke Strömung und das dauernde schlechte Wetter ins Wasser gefallen.

Dangriga
Dieses Städtchen besuchten wir nur gedanklich, wir lagen eine kurze Nacht trotz besserem Wissen im Legerwall. Fazit, Martin schlief mit einem Auge im Salon und um 5h morgens liefen wir bei rollender See aus. Die Wellen überschlugen sich rund ums Schiff, der Wind trug mit steigenden Knoten dazu bei, dass wir rassig den Platz verliessen. Wir hatten Glück, kein Motor defekt, die Strömung war nicht auch noch gegen uns so ist auch diese Manöver ohne Problem verlaufen. Trotz allem, Adrenalin pur, dies soll uns eine Lehre sein.

Placencia
952 PlacenciaVom 27.6. – 7. 7. genossen wir den in jeder Hinsicht super geschützten Ankerplatz vor Placencia. Friedlich, nette Menschen, Dorfleben… genau richtig um noch ein paar Tage Belize zu geniessen und von hier aus in Ruhe einen Landausflug zu tätigen. Am Sonntag bestaunten wir den Sporttag, eine Art Spiel ohne Grenzen, herrlich amüsant zum Zuschauen. Die Strände sind Postkarten reif. Wir lernen nette Neuseeländer kennen, die Iris schlussendlich das richtige Hochseefischequipment zeigen, was wir am selben Tag im lokalen Fischergeschäft sofort einkauften. Wir wurden mit den beeindruckenden Worten, ich hab nicht gewusst dass ihr kommt und gerade so viel kaufen wollt begrüsst. Martin wurde da und dort im Laden hin und her geschickt, Preise, Menge, was wo ist…..dieser Lädelibesitzer scheint sich einfachere Kundschaft gewohnt. Einblick in eine lokale Bäckerei, Schweizer aus Zürich, die sich in einem Swisscafé niedergelassen haben.

 

954 Tortillas Bäcker

Schlussendlich packten wir unsere Fahrräder und sind mit dem Hoky Poky Wassertaxi nach Independence um dort quer über die staubige Naturstrasse zur Busstation zu radeln. Dort schnappten wir uns den lokalen Bus nach Indian Creek und von dort sind wir dann hoch zur Nim Li Punit Mayastätte geradelt. Auf dem Rückweg fragten wir den Minidorfladenbesitzer, ob seine Frau nicht 2 Mittagessen zusätzlich kochen könnte. Schlussendlich landeten wir in einem Mayahaus, offen, Lehmboden und assen genüsslich zwischen Hühnern, Katzen, Kindern und staunenden Nachbarn das feine Palmherzessen mit von Iris und dem Patenkind der Köchin zubereiteten Tortillas.

In den letzten Wochen regnete es relativ oft, es wird Zeit langsam ins Hurricanhole zu schlüpfen und uns an die Schiffsarbeiten zu machen. Die To Do Liste abtragen, die Familie in der Schweiz besuchen, das Spanisch auffrischen wie auch das Schiff Pazifiktauglich machen. Wir klarieren in Big Creek Placencia aus und segeln Wasser machend (40lt/h) weiter nach Livingston Guatamala. Dort konnten wir am 7.7 problemlos ohne Agent für ca 300 SFr. Für ein Jahr einklarieren.

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