Norwegen

| Reiseberichte

Am 19.Juni sind wir vom Lillhärsdalen Camping vorbei an den Ruinen, mit extrem schönen Moosarten zum Njupeskär Wasserfall nach Grondalen runter an den Flekksjoen See gefahren. Hier wurden wir herzlichst von den unbekannten Einheimischen Edwin, Hilda und Knutje willkommen geheissen. Wir assen bei einem schönen gepflegten Unterstand gemeinsam zu Abend. Gemütlich sassen wir um die Feuerstellte, schwatzten ausgiebig miteinander ohne wirklich die Sprache zu verstehen. Auf diese Weise kriegten wir einen kleinen kulturellen Einblick. Als sie nach Hause fuhren, gehörte uns der private See. Was für ein Privileg. Frühmorgens begrüsste uns herrliches warmes Sonnenwetter. Das Feuer brannte noch. Martin kochte wie jeden Morgen Tee und Café, Iris turnte auf dem Tisch. Uns geht es gut, Mensch sind wir privilegiert.
Weiter ging die Reise nach Oslo, wo wir am 20. Juni von Ingrid und Tor und dem kleinen Herman herzlich empfangen wurden. Immer wieder schön mit Segelkollegen ein Wiedersehen zu feiern. Mit dem Fahrrad besuchten wir das Kon Tiki Museum, genossen eine Prise Oslo und kamen zeitlich gerade richtig um im Schlosspark der Königsgarte beim Exerzieren zuzuschauen.
Leider hatten wir keine Ahnung, dass heute am 23.Juni eigentlich ein Nationaler Feiertag ist. Naja macht nichts. Von Oslo weiter nach Heddal Stavkyrkje mit einem Besuch einer mit geschnitzten Säulengängen Stabkirche, die den Übergang vom heidnischen zum christlichen bildlich darstellt. Später zogen wir uns in ein Nachtlager zwischen den Bäumen am Nidelva zurück. Iris genoss in dieser idyllischen Stille ein kühles Bad. Den wunderschönen Platz teilten wir mit einem jungen holländischen Paar.

Die Fahrt geht weiter durch eine einzigartige Fels-Seen-Fluss Landschaft, die mit ihren immer wieder von neuem malerisch umrandeten und abgeschliffenen Gletscherfelsen besticht. Die unglaublich schöne Scenic Road 44 ist ein Muss. Mit einem Spaziergang in der Heide rundeten wir den Reise Tag ab. In Bryne empfing uns Margarethe (Seglerfreunde aus Panama und der Südsee) wärmstens. Andreas steckte leider noch wetterbedingt auf der Oel Plattform fest.
Margarethe zeigte uns gemeinsam mit den Kids Bryne, die kulturelle Vielfalt (u.a. Erling Braut Haaland, megagrosse Streetart) dieser innovativen Stadt beeindruckt. Das sommerliche Wetter spielte mit, somit konnten wir die Gegend mit den Fahrrädern erkunden. Nach dem Lunch brachten wir Maggi an ein seit langem geplantem Fest von ihren Freunden. Wir genossen es extrem in diesem schönen Zuhause für uns allein ein feines Abendessen zu kochen.
Als am 26. Juni endlich Andreas nach Hause kam, wurde der Besuch noch mit vielen spannenden Geschichten, vor allem betreffend seine Arbeit als 1. Officer bereichert. Sein Arbeitsplatz ist auf einem Öltanker, der an einer Oel Plattform vertäut ist. Jeweils 2 Wochen arbeiten, dann wird er vom Heli je nach Wetter pünktlich oder erst nach ein paar Tage abgeholt. Diesmal musste er in Bergen übernachten und erwischte den nächsten Flieger nach Stavanger erst am anderen Tage. Dann hat er 4 Wochen frei und kann sich intensiv um die Familie kümmern. Leider verflogen die paar verbleibenden Stunden mit dieser jungen Familie wie im Flug und es hiess einmal mehr Abschied nehmen. Am Nachmittag besuchten wir zur Ergänzung der Schilderungen von Andreas das Norwegian Petroleum Museum. Ein kleiner Bummel durch Stavanger mit seinen witzig farbigen Quartieren. Dann schnappten wir unsere erste Fähre (30 Min) (bis ans Nordkap werden deren noch viele sein) von Mortavika nach Arsvagen. Unterhalb von Loyning wurde campiert.

Unter den Fjorden durch zu fahren ist ein sehr eindrückliches Erlebnis. Bei 9% Gefälle geht’s im Tunnel runter bis eine Tiefe von z Bsp. 450m. Dann unter dem Fjord durch, um wieder mit 9% Steigung ans andere Ufer aufzusteigen.
Weiter fuhren wir nach Bergen, bestiegen das «Marzilibändli» um auf den Floyn zu gelangen und wanderten bis zu den höher gelegenen Schneefeldern. Für uns Schweizer fühlte es sich an wie auf der Alp. Von dort genossen wir die Aussicht über die Bay mit einlaufender Hurtigrute. Unten in der Stadt besuchten wir kurz die von vielen Touristen überlaufene Bryggen Hanseatic Wharf. Offensichtlich eine Stadt die von der Hurtigrute angelaufen wird.
Am 28.Juni reisten wir durch eine mit Schnee bedeckter dramatischen Berggegend von Norwegen weiter. Die Pässe ergaben eine malerische Kulisse, mal mit der Fähre, dann über eine Brücke, wieder einen ca. 7km langen Tunnel. Über die Fjorde, unten durch, rundum, oben durch. Herrlich. Unterwegs Nach einem Rücksprache Telefon mit dem Besitzer auf dem Camping Uteplassen Sogndal kurz duschen. Wir erhielten ohne etwas zu bezahlen den Code und bedankten uns für die Grosszügigkeit. Weiter gings nach Fjärland ins Gletschermuseum und abends das Nachtcamp am nahe gelegenen See Kjosnesfjorden. Ein Panorama vom Feinsten.
Wir standen bei 9C relativ auf. Als wir zum Tunnel kamen, mussten wir wegen Tunnel Arbeiten 1 ½ h warten. Der Verkehrsdienst leistete uns mit einem interessanten Gespräch Gesellschaft, so verflog für beide Seiten die Zeit im Nu.
Hinter der nächsten Kurve staunten wir nicht schlecht. Paff eine gigantische Szenerie, 3 am Anker liegende Cruisingship bei Olden. Hässlich, eindrücklich, störend. Für uns aber kein Problem, bergauf fahrend liessen wir diese Giganten weit hinter uns und erreichten bald die 100 Jahre alte Stt.Gamle Strynefjellsvegen. Oben auf der riesigen Hochebene findet ein Sommerskifahren mit Lift und Sesselbahn statt. Da es bereits 17 Uhr war, sahen wir nur noch ein paar fröhlich plaudernde Snowboarder auf dem Heimweg. Unser Nachtlager «bezogen» wir auf dieser eher kargen verschneiten Eissee Ebene. Wir allein, der Gletscherbach plätschert, nach links und rechts weit und breit niemand. Obwohl es nur 14.5 °C anzeigte, war es bei noch scheinender Sonne gemütlich warm. Wir näherten uns dem Polarkreis, was von der Sonnenwärme her extrem praktisch war. Auch am nächsten Morgen wachten wir um 6 Uhr bei nur 11°C auf. Solange kein Wind bläst und es nicht regnet ist alles kein Problem. Wir von der Südsee verwöhnten sind in der Zwischenzeit abgehärtet. Martin bereitete täglich Tee und Kaffee zu und Iris widmet sich ihren jeweiligen morgendlichen Ritualen. Als dann Martin das Trinkwasser am eiskalten Bach auffüllte, «Chuehnegelte» sogar ihm die Hände.

Weiterfahrt durch die einsame Landschaft runter über Grotli zum Dalsnibba Aussichtspunkt. Unten an der Strasse bezahlten wir 270 Nkr Eintritt, fuhren die Passstrasse hoch und genossen auf 1400m die Aussicht über den Geirangerfjord. Der Djupvanet Eissee liegt auf 1000m. Über eine imposante Zick Zack Passtrasse Trollstigen (Vergleichbar mit unserer Tremola am Gotthard) ging die Reise weiter. Neben dem eindrücklichen Panorama erfreute uns ein tosender sich in die Tiefe stürzender Wasserfall (im Hinterkopf wissen wir, so schön es auch ist, leider kommt das Wasser von einer massiven Gletscherschmelze). Von Andalsnes nach Afames, und Richtung Overas, dort übernachten wir bei sommerlicher Wärme vorne am Fluss Eira. Iris genoss auf dieser Reise ihr zweites Sonnenbad mit einem spannenden Buch.

Am 1. Juli 2022 scheint die Sonne schön und warm. Von zwitschernden Vögeln begleitet fuhren zum Einkaufen nach Sunndasora. Es ist ein Genuss, wenn es um 10 Uhr bereits 22C ist und der Barometer tagsüber weiter auf 29C hoch klettert.

Mit der Minifähre gings weiter von Rykkjem nach Kvanne. Unterwegs bei einer Informations-Raststätte an einem kleinen Tisch, entstand spontan ein Schwätzchen mit Ebike einer älteren norwegischen Frau, die mit dem ebike unterwegs war. Dann geht’s weiter nach Trondheim, bei den farbigen Pfahlbauten genehmigten wir uns ein kühles Bier und bewunderten von aussen die blaue Seifensteinkirche. Weiter ging es zu zwei Outdoorläden an den Stavsjoen See. Zum Abendessen kochten wir einen Spargelrisotto. Am nächsten Morgen um 6 Uhr liess es sich Iris nicht nehmen ein ausgiebiges Bad zu geniessen. Sie hatte den See ganz für sich allein. Ein Superplatz, gepflegt und erst noch saubere Toiletten!
Gemütlich fahren wir am 2.7. weiter gen Norden, sind wir doch
bei Verdalsora bereits 8000km unterwegs. Martins Ausspruch «Huch mich knutscht ein Elch» erzeugte bei uns Beiden immer wieder ein fröhliches Lachen. Im für uns nicht wirklich interessanten Freilichtmuseum genossen wir bei sommerlichen Temperaturen unseren Lunch, spontan wurden wir zu einer Kurzbesichtigung des musealen Chrämerlilade eingeladen. Weiter gings über die Sightseeing Road Nr. 17 bis nach Holm, dort mieteten wir für ca CHF 60.- ein Cabin. Nun wurde gewaschen, gekocht, die Heizung funktionierte, draussen schiffte es Bindfäden. Es ist Obergemütlich. Am nächsten Morgen ging es in Holm auf die Fähre nach Vennesund.
In Vennesund wanderten wir ca. 2h zum Torghatten hoch
. Die Wanderung mit ihren 250m Höhenmeter lohnte sich sehr. Ein eindrückliches Bergloch mit Blick auf eine Karibik ähnliche Meereslandschaften. In Kvitneset campierten wir in einem sehr angenehmen Cabin mit Blick über den Fjord. Das Cabin hatte ein gedecktes Balköndli mit herrlicher Abendsonne, 2 Zimmer, Küche und Bad. Total CHF 75. Die Cabins wurden immer luxuriöser. Das erste in Norwegen hatte nur Betten und Strom. Dann kam eine kleine Küche dazu, kein WC/Dusch. In der Zwischenzeit, WC, Dusche, Heizung, TV. Die Grundregel war, hinterlasse den Raum so, wie du ihn angetroffen hast, d.h. kurz mal den Putzkehr machen. Ein eindrückliches Gewitter brauste über die Fjorde, ab 21 Uhr hatte es wieder strahlend blauer Himmel.
Am 4.7. fuhren wir in Levang bei 14C auf die Fähre nach
Nesna. Bereits ist es Zeit die Fähre zu den Lofoten für den 7.7. zu buchen. Leider fiel der Ausflug mit dem kleinen Boot über den Gletschersee zum Gletscher ins Wasser, da schlicht kein Boot in Mo i Rana dorthin fuhr. Als Alternative besuchten wir die Marmor Schieferstein Kalksteingrotte Gronligrotta und genossen die fröhliche Führung eines 17-Jährigen sehr selbstbewussten Studenten. Draussen war immer noch schönstes Wetter trotzdem zeichnete sich eine Änderung ab.
Die Fähren führten uns von Kilboghaven nach Jektvik und von Agskardet nach Foroy. In Foroy buchten wir die letzte noch freie Cabin. Ein 5 Personen Chalet mit allem Drum und Dran inkl. Putzen. Trotzdem wir all unser Hab und Gut die Treppen hochschleppen mussten, lohnte es sich sehr. Bei prasselndem Dauerregen schliefen wir gemütlich aus, was kein Problem war da wir erst um 12 Uhr aus dem Haus mussten.
Weiter ging die Reise nach Saltstraumen, da die Schlechtwetter Front noch einen weiteren Tag anhielt, mieteten wir noch einmal einen Cabin. Den Fluss Saltstraumen schauten wir geschützt unter dem Brückenpfeiler an. Für uns ist ein Wasserspektakel wie dieser wirklich speziell, erkennen wir doch die Düsenwirkung aus den Atollen zur Genüge wieder. In Saltraumen shoppten wir ein wenig rum, super fand Iris endlich ihren norwegischen Geburtstags Pulli. Um 14 Uhr flogen wir mit dem Flugsimulator über Bodo. Start und Flug war kein Problem, die Landung müsste aus Sicherheitsgründen noch ein wenig geübt werden.
Am nächsten Morgen um 4 Uhr war Tagwacht, die Fähre läuft um 6 Uhr von Bodo Richtung Lofoten aus. Am 7.7. Bei 10C fuhren wir mit dem Auto auf die Fähre, während der Überfahrt frühstückten wir gemütlich, dann ein ausführliches Nickerchen und schon waren wir 4 h später auf den Lofoten.

Die Lofoten mit ihren unzähligen farbigen Fischerbooten und Häusern sind schlicht ein Augenschmaus. Wir knipsten uns von Insel zu Insel und besuchten in Sund das Fiskermuseum. Ein in Nusfjord gedrehter Film vervollständigte die Wissenslücken zum Thema Stockfisch. Ein Einheimischer erklärte uns, dass der getrocknete Stockfisch am besten zum Apero mit einem kühlen Bier genossen werden sollte. Wir kauften natürlich eine kleine Packung. Wegen der Kaltfront fuhren wir relativ zügig weiter bis nördlich von Svolvaer, dort übernachteten wir auf dem Hammerstad Camping in einer « geheizten» 5er WG. Mal was ganz anderes.
Hammerstad los, unterwegs wunderschöne Natur es wurde geknipst bis zum geht nicht mehr. Am Meer, am Strand. In Gallogieddi besuchten wir die samische Kultur. Ein in der Zwischenzeit zum Museum umfunktioniertes Alpanwesen, wird von einem jungen begeisterten Samen geführt.
Das Abendcamp war am Sagelvvst See (Das Wort heisst Holz Fluss Wasser). Hier erwartete uns ein lieblich gestalteter Platz geschmückt mit Blumentöpfen, Tischen, Bänken und ein grosses Willkommensschild. Die Front war endlich weitergezogen, bei Sonne genossen wir diese idyllische Oase.
Am nächsten Morgen radelte Iris ein wenig für sich los. In der Zwischenzeit kam Meette, die Besitzerin bei Martin auf ein Schwätzchen vorbei. Sie erzählte, dass es das letzte Mal am 20. Mai ca. 40 cm geschneit hatte und der Schnee bis am 20.Juni liegen blieb. Dafür habe es in der letzten Woche 30°C gehabt. Eine verrückte Welt. Als wir später das Velo von Iris aufluden, kam ein Mann Hilfe anbietend daher. Trotzdem wir keine Hilfe benötigten wurden wir spontan von Unne und Guy zu einem Café eingeladen. Ein kurzes Schwätzchen und schon waren wir wieder unterwegs.
In Tromsö bestiegen wir die Kabinenbahn und liessen uns um die schöne Aussicht zu geniessen, auf den 421m hohen Fjellheisen hochfahren. Wir wanderten hoch zu den Schneefeldern und beobachteten von Ferne wie die legendäre Hurtigrute weit unten vorbeifuhr.
Weiter mit der Fähre von Breivikeidet nach Svensby. Dort übernachteten wir mit schönem Blick über die Bucht südlich von Lyngseidet. Siloballen lagen auf den Feldern, Schafglocken bimmelten, ein wunderschönes Alpenpanorama mit Wasserfall. Ein gemütliches Camp mehr und dies bei sommerlichem Wetter.

Am nächsten Morgen weiter mit der Fähre nach Olderdalen, über die Lyngen Lodge ins Arctic Fjord Camp. Diesen Campingplatz suchten wir auf, da wieder mal gewaschen werden musste. Der Platz kostete 300 Kr, 2x Duschen 8kr 1x Waschen 4kr. Eigentlich nicht ein typischer Campingplatz. Auf der grossen Wiese konnte man sich den Platz aussuchen, super Sicht über die Bucht des Fjordes. Die Sonne schien, wir stellten eine Bank vor unseren Minicamper und genossen unseren Sperrsitz. Tschechische Familien trudelten ein, die Jungs spielten Fussball, Ferien Atmosphäre.
Das Wetter war für die nächsten Tage weiterhin gut gemeldet, Temperaturen zwischen 10-20 °C und am Nordkapp sollte es die nächsten Tage meist sonnig sein. Am 11.7. besuchten wir das Freilichtmuseum Alta mit einem Rundgang durch Felsmalereien. Wieder unterwegs war es um 16 Uhr noch 20 °C. Die nächsten Tage waren super sonnig gemeldet. Jipiii, so ist es cool ans Nordkap hoch zu fahren. Einkaufen und dann ab in den Busch zum Kochen.
Am nächsten Tag erspähten wir die ersten Rentierherden, die sich auf den Schneefeldern abkühlten. Als wir die Hurtigrute einlaufen sahen, kamen wir auf die Idee nachzufragen, a) ob das Auto ins Schiff passt und b) ob wir morgen mitfahren könnten. Das Auto hätte gepasst nur hatte es auf dem Schiff keinen Platz frei.

Nun peilen wir am 12.07.2022 das Nordkap an. Dort gibt es gemäss Karte 3 Orte, wo wir die Mitternachtssonne geniessen könnten. Zuerst rekognoszierten wir Gjesvaer. Bei einem Café genossen wir ein Schwätzchen mit der russischen Lädelibesitzerin. Ihre Eltern leben nicht so weit weg, wegen des Krieges in der Ukraine sind die Umstände leider zu kompliziert und gefährlich um sie zu besuchen.
Der nächste Platz war auf dem Kirkeporten. Die Wanderung dauerte retour, ca. 2 ½ Std. Wunderschönes Moos, orangene Flechten, strahlend blauer Himmel, kein Gras, keine Bäume, ungehinderter Blick aufs Nordkapp.
Trotzdem entschieden wir uns für
die dritte Variante die Mitternachtssonne oben am Nordkapp zu erleben. Iris organisierte spontan eine Lücke zwischen den Campern, so dass auch wir mit «Hinze und Kunze» bei einem Platz mit dem Heck gegen das Meer und wunderschönem Weitblick das Abendessen einnehmen konnten. Es hat ein grosses Besucherzentrum, als nicht zahlende Gäste ist es möglich illegal die Toiletten beim Seiteneingang zu benützten. Ein klassisches «Auch wir waren am Nordkap Beweisfoto» wurde in allen Variationen geknipst. Das Meer, bei bestem Sommerwetter die Mitternachtssonne zu geniessen. Was für ein Geschenk.
Am nächsten Morgen packten wir frühmorgens auf und fuhren los. Die Menschenmasse wurde uns nun doch zu viel. Deswegen kippten wir spontan den vorgesehenen Birdwatch Trip. In den letzten Wochen hatten wir so viele einsame und schöne Tage, nochmals eine Riesenportion Touristen würde uns einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Dann fuhren wir entlang einer grossen Rentierherde runter an einen kleinen See, wuschen uns und genossen das Frühstück. Leider frischte der Wind auf, so war es trotz 23C eher ungemütlich. Um 14 Uhr zog ein Gewitter durch, die Temperaturen fielen runter auf 16 °C. Die Sonne liess aber nicht lange auf sich warten. Heute war erst noch Vollmond, super wie wir es getroffen hatten.
Bei der letzten norwegischen Ortschaft Karasjohka
campierten wir am Waldrand. Die Fahrradfahrende Anneleila mit ihren Huskies blieb kurz auf einen Schwatz. Das seit langem nicht mehr gebrauchte Mückenmittel hats gebracht. Wir schliefen einmal mehr 12 Stunden, erwachten bei ca. 22 °C und genossen das Frühstück netterweise ohne Mücken. Wir kauften noch ein paar Geschenke für die Familie ein und rundeten Norwegen mit einem Besuch auf der Huskies lodge Finnmark ab.

Eindrücke