Neuseeland

Kalea liessen wir mit gutem Gefühl in Apataki und flogen mit Air Tahiti nach Papeete. Im Gepäck nahmen wir den Lazybag zum Flicken mit, unterwegs sammelten wir noch die beiden Brompton (Velos) ein, die wir Tage vorher der Fähre mitgegeben haben. Leider waren unsere guten Lowa Wanderschuhe nicht mit dabei, die Zwischensohlen von beiden Paaren zerfiel zu Staub. Scheinbar müssen Wanderschuhe alle paar Wochen mal bewegt werden, ansonsten löst sich die Zwischensohle auf.
Dank  Eeva und Tapio und den verschiedenen Cruisingguides hatten wir alle die für uns notwendigen Informationen, was, wie, wo, wann, wie viel Zeit benötigt und fädelten das Wichtige für Anfangs März 18 ein. Geplant ist, dass wir alles nur noch einsammeln und einkaufen könnten. Die Erfahrung liess uns natürlich zusätzlich 2 Puffertage einplanen. Dann war es endlich soweit….

Am 5. November 2017 landeten wir mit Air Tahiti Nue in Auckland und holten unseren für 3 Monate gemieteten Campervan bei Kiwi Camper ab. Diese unprofessionell geführte Firma im Detail zu beschreiben wäre schade um die Zeit. Mietet weder bei Kiwi Camper noch bei Happy Camper ein Fahrzeug, es sei denn ihr habt eure jährliche Portion Ärger noch nicht gehabt. Es spricht Bände, dass wir mit ihnen 3 Tage beschäftigt waren. In Auckland durften wir das zu Hause von Deb und Mick als Postadresse, wie auch als Materialdepot benützen. Auch hat uns die Hollier Familiy mit verschiedenen Informationen den Start in Neuseeland  erleichtert.

Das sehr unübliche Frühsommer Wetter  war für uns ein Geschenk. Tagsüber war es zwischen 25C-28C in der Nacht 15C. Trockenes sehr angenehmes Klima. Wir reisten zuerst entlang der Ostküste Richtung Norden. Ein herzliches Wiedersehen in Russell mit  Janet und David. Mit ihnen und Peter von England, liefen wir erfolgreich zum Fischen in die Bay of Islands aus. Das Abendessen mundete dementsprechend. Dann kurvten wir hoch bis zum Cap Reinga,  der Westküste entlang durch die Kauriwälder gegen Süden wieder nach Auckland. Nochmals einen kleinen Reparaturaufenthalt bei Kiwi Camper, dann weiter durch die mit heissen Quellen durchsetzten Gegenden von Rotorua. Leider fiel unser geplanter Tongariro-Nationalparkbesuch am 27.11., dem 2. Regentag seit unserer Ankunft, buchstäblich ins Wasser. Es war nur noch 6 C und roch bereits nach Schnee. Schnell fuhren wir der Westküste entlang weiter Richtung Wellington. Dort war das Wetter sonnig und warm, unterwegs kreuzten wir uns mit Seglerkollegen Angela und Roland zu einem herzlichen Wiedersehen zu einem Café.

Die Überfahrt von Wellington nach Picton war sonnig, ruhige See und gab uns ein klares Bild von den Sounds. Der Unterschied zwischen Sound und Fjord ist, dass die Sounds durch das Wasser ausgewaschen und die Fiorde von Gletschern geformt wurden. Ab und zu campierten wir auf den freien Parkplätzen, meist lagen sie sehr idyllisch, ausgenommen in Nelson, da die Gesetze ab 1. November geändert wurden,  mussten wir anstelle des „zentralen Stadtplatzes“ auf den Parkplatz vom Einkaufszentrum New World ausweichen.  Durch das „NZ_Frenzy_South.pdf“ (gibt es auch für den Norden) waren wir nebst einem normalen papierenen, wie auch einem digitalen Reiseführer über diverse Ausflüge bestens informiert.
Neuseeland offeriert für jeden Bedarf ein sehr abwechslungsreiches Wandernetz. Die meisten Ausflüge kann man unterwegs machen.

Ein „normaler Campervan“ Reisealltag sieht folgendermassen aus: Frühstücken, jedes Ding an seinen Ort, losfahren, Martin kurvt lustvoll durch die Gegend und Iris liest fortlaufend die Infos und fotografiert. Dann wieder einen 30 Min – 1h Wanderweg, an einen Wasserfall, Goldrauschgeschichte lesen,  wunderschöne Baumlandschaften bestaunen, Gletschertäler erklimmen, Maorihöhlen finden. Imposante Küstenabschnitte, dann irgendwo an einem idyllischen Ort  Mittag essen, noch dies oder jenes anschauen, auf dem Campermate-app einen Campground finden, ankommen, meist grillieren und den üppigen Tag bei einem Glas Rotwein noch einmal Revue passieren lassen. Ab und zu schieben wir auch einen Erholungstag ein, der ist  jedoch meist vollgestopft  mit hunderten von Fotos sortieren, Webseite nachführen und Mails schreiben und ab und zu einfach die Seele baumeln lassen. Auf jeden Fall sind wir abends jeweils so müde wie auf dem Schiff. Wenn man bedenkt was wir alles sehen, ist dies nicht erstaunlich; Regenwälder; Gletscher; imposante Küstenabschnitte; versteinerte Wälder; uralte Bäume; uralte Landschaften; Wolkenbilder mit einer Weite und Formation, dass wir nur noch staunen; heisses Vulkanwasser, das jeder Arthrose schmeichelt; Schafherden, soweit das Auge reicht; Grüntöne, die jeden Maler herausfordern; Jade; Steine, rund, flach, eckig in allen Farben; versteinertes Harz; Pinguine; Delphine; Albatrosse; Eisenbahnen, die auf Holzschienen fuhren; melodiöses Vogelgezwitscher; Museen; Weite; Wind; Wellen; weiche lieblich blumige Hügelzüge; Bäume, die aussehen wie Fabelwesen; Kühe, die auf riesigen Weiden grasen; Pferde, die ihrer Natur gemäss rumgaloppieren. Es hat Platz und Weite, die Menschen sind sehr freundlich und friedlich, bleiben gerne für eine kleine Geschichte stehen und heissen dich willkommen.

Nun geht die Reise weiter in den Milford Sound. Dann im Landesinneren vom Süden her langsam über die Ostküste Richtung Norden. Ca. Mitte Januar werden wir die Fähre nach Wellington nehmen, um dann entlang der Ostküste nach Auckland zu fahren, um am 4. Februar 2018 für einen Monat in die Schweiz zu fliegen. Bis dahin lassen wir uns jedoch weiterhin von diesen zauberhaften und einmaligen Landschaften verwöhnen. 3 Monate sind eine gute Zeit, um dieses Land kennen zu lernen, wir geniessen es sehr!

Tuamotus

2000 Atoll Raroia2000 Atoll Raroia2000 Atoll Raroia2000 Atoll Raroia

 

 

 

 

 

 

 

Ua Pou verliessen wir am 26.8.17 um 16:30 LT und segelten unter perfekten Bedingungen nach Raroia . Wir waren wieder einmal zu schnell und mussten deshalb die ganze Nacht ohne gesetzte Segel Richtung des Atolls driften. Am 29.8.2017 hiessen uns ein paar Wale  am Pass Eingang   willkommen.  In der Passeinfahrt hielten wir uns, wie empfohlen eher nördlich, durchquerten das Atoll bei schönstem Sonnenschein und ankerten auf Position 16°06,294S – 142°22,696W in weichem Sand. Im Paradies angekommen, schliefen wir bei wunderbar flacher See 12h durch und genossen ein sehr erfrischendes Bad bei 25C. Die Temperaturen sind angenehm, eher trocken, tagsüber 28C in der Nacht ein paar Grad kühler, eigentlich genau richtig. Hier im Osten des Atolls verbrachten wir einige Tage, besuchten eine Perlenzuchtfarm, gingen auf den Motus (Inselchen) spazieren, bestaunten die Natur mit den verschiedenen Vögeln, Landkrappen und die Vielfalt der Fische. Die Haie, Nurse- und Blacktip-Sharks waren allgegenwertig. Wir suchten verloren gegangene Bojen und lernten wie wir damit Korallenköpfe kompatibel ankern können.2006 Aufgehängter Anker

Am 7.9.2017 kehrten wir zum Pass zurück und besuchten das kleine Dorf in dem etwa 200  Personen wohnen. Bei Brigitte und ihrer Familie machten wir einen Besuch. Vor dem Haus hat ihr Mann eine Anzahl von Recks aufgestellt und trainiert jeden Tag einige Stunden. Sein Ziel ist es irgendwann vielleicht einer professionellen Gruppe beitreten zu können. Brigitte stellt Schmuck aus schwarzen Perlen her. Iris war vor allem von den nicht ganz runden Naturperlen begeistert und kaufte ihr zwei Paar Ohrringe ab. Allgemein sind die Menschen hier sehr freundlich und lassen sich gerne auf einen Schwatz ein, somit erfahren sie etwas, dass sie wieder weiter erzählen können.


2005 Copra Bauern

 

Am 8.9.2017 abends hievten wir unseren Anker und peilten das 75 Meilen entfernte Atoll Makemo an. Wieder waren wir zu schnell und so mussten wir einige Stunden warten, bis die Bedingungen gut waren um den Pass zu durchqueren. Die Strömung in den Riffdurchgängen kann bis zu 6 Knoten sein und dabei entstehen zusammen mit den Pazifikwellen sehr grosse stehende Wellen. Am besten wartet man ab, bis die Strömung anhand der Tiden (Ebbe und Flut) die Richtung ändert. Die ruhige Zeit für die Ein- und Ausfahrt besteht zum Teil nur aus einer halben Stunde und dies wiederholt sich alle ca. 6 Stunden.


2004 Blumen Ohrenschmuck

Der Hauptort von Makemo ist die zweitgrösste Ansiedlung in den Toamotus und hat ca. 2000 Einwohner. Hier gibt es Alles aber nicht zu jeder Zeit. Das Angebot ist sehr von der Ankunft des Versorgungsschiffs aus Papeete abhängig. Hier ist es auch möglich, das Schiff an der Hafenmole zu vertäuen. Wir gingen vor Anker und blieben 2 Tage bevor wir innerhalb des Atolls nach dem äussersten Süd-Ost-Motu versetzten um dort mit einigen Einheimischen, die Cobra produzieren einige Zeit zu verbringen. Auch streiften wir über die Korallengeröllhalden hinaus bis ans Aussenriff und suchten die schönsten Korallenstücke, Muscheln und Schnecken. Nach einigen Tagen kehrten wir zum Hauptort zurück und schnorchelten durch den Pass. Dies geht wie folgt von sich: Zuerst gegen die Strömung hinaus mit dem Dinghi, dann schnell ins Wasser, das Dinghi an der Leine mitnehmend sich zurück driften lassen. Durch die starke Strömung waren wir nach 10 Minuten wieder am Ausgangspunkt und das Ganze begann von neuem.


2007 Unterwasserwelt Tahanea2007 Unterwasserwelt Tahanea2007 Unterwasserwelt TahaneaAm 16.9.2017 segelten wir über Nacht nach Tahanea, einem unbewohnten Atoll. Hier trafen wir auf einige andere Segler aus USA, Frankreich, Dänemark und Finnland. Wir gingen täglich zusammen die verschiedenen Pässe durchschnorcheln und verbrachten einige Zeit zusammen an Land mit sundownern, fischräuchern und Barbecue. Das Wetter verschlechterte sich jedoch und ein Maramu (starker Südostwind) war für die nächsten Tage angesagt. Wir beschlossen zusammen mit dem Boot Irene (Finnland, Eeva und Tapio) in den Südosten zu versetzen und geschützt von einem grösseren Motu, auf  gut haltendem Sand zu Ankern und das schönere Wetter abzuwarten. Dies dauerte fast zwei Wochen. Die Zeit war jedoch nicht langweilig, so konnten wir einige Arbeiten am Schiff vornehmen, täglich auf den Motus spazieren gehen, Kokosnüsse sammeln, Barbecues machen und ab und zu schnorcheln.
Am 6.10.2017 machten wir uns auf nach Fakarava und machten an einer Boje vor dem Ort Rotoava fest. Rotoava ist der grösste Ort in den Toamotus mit ca. 2500 Einwohnern. Hier blieben wir 2-3 Tage, da wir wieder einmal Internet brauchten um unseren Aufenthalt in Neuseeland über die Zyklon Zeit zu organisieren. Das Internet war jedoch sehr schlecht und so segelten wir etwa 10 Meilen weiter nach Süden um bei Pakokota das Internet vom Yacht Service (Agnes und Mathieu) zu verwenden. Dies war sehr gut und wir konnten unsere Internet-Arbeiten auf dem Schiff erledigen.

2010 Rotoava2010 Rotoava2010 Rotoava
Die Zeit verrinnt schnell und so werden wir am 19.10.2017 wieder aufbrechen und nach Apataki segeln. Dort wir KALEA ans Land gestellt und für die nächsten 4 Monate eingemottet. Am 1. November werden wir Apataki mit dem Flugzeug verlassen und Richtung Neuseeland reisen.

Marquises (French Polynesien)

1901 Ua Pou1902 Tapa Rindenbaststoff unbemaltNachdem wir in Fatu-Hiva, Hanavave Bay geankert hatten, erkundigten wir eine der vom Landschaftsbild her wohl spektakulärsten Inseln. Die mit Tropischem  Regenwald bewachsenen Basaltkegel sind ein unvergesslicher Anblick. Schon nach einemkurzem Spaziergang erreichten wir, etwas abseits, das Haus der Künstlerin Désiré. Sie ist auf verschiedenen Richtungen unterwegs. Einerseits stellt sie aus Zitronengrasfasern Tapa-Rindenbaststoffe her und bemalt diese mit den traditionellen Mustern,  anderseits betätigt sie sich auch als Steinmetz und stellt kleine Tikifiguren her. Wir wurden herzlich begrüsst und schon nach kurzer Zeit wurden wir mit Riesengrapefruits, Papayas und Brotfrüchten beschenkt. All diese Früchte wachsen zu Hauf auf ihrem Grundstück.  Der Ankerplatz hat uns sehr gefallen und so blieben wir einige Tage. Während dieser Zeit wanderten wir zum grossen Wasserfall, welcher nach etwa einer Stunde erreicht werden kann. Der Weg führt zuerst über die Inselstrasse,  biegt jedoch dann nach rechts ab und wird immer sumpfiger und steigt am Schluss steil an. Kaum beim Wasserfall angekommen,  genoss Iris natürlich ein kühles Bad im klaren Süsswasser. Weit oben an den Felswänden kreisten weisse Vögel, nun waren wir eindeutig im Paradies angelangt.

1903 Sandra FranzNach einer Woche segelten wir weiter nach Hiva-Oa um uns offiziell bei den Behörden in Atuona anzumelden. Dies ist für uns Schweizer (Schengen sei Dank) und alle EU-Bürger sehr einfach. Auf der Polizeistation mussten wir ein Formular ausfüllen und fertig. Verwirrend war jedoch, wie lange wir als Schweizer in French Polynesien bleiben dürfen. Die erste Auskunft ergab drei Monate. Zwei Tage später, mit der Unterstützung von Franz, erhielten wir dann die richtige Antwort: Solange wir wollen, das Schiff jedoch maximal 3 Jahre. Sandra und Franz auch Schweizer lernten wir kurz vorher im Internet-Café kennen und stellten durch den Schiffsnamen fest, dass wir mit Ihnen per Funk Kontakt hatten zwischen Gibraltar und den Kanarischen Inseln. Sie hatten damals im Sturm einen Ruderbruch und mussten sich ohne Steuerung nach der Insel Graziosa treiben lassen (4 Tage).

1904 TikiDer Ankerplatz in Hiva-Oa war sehr unruhig. Der Teil innerhalb des Break Waters war besetzt und so mussten wir ausserhalb mit sehr viel Schwel unseren Anker werfen. Mit John, dem Taxifahrer erkundeten wir die Insel und besuchten die Tiki-Stätte auf der Nordseite. Natürlich besuchten wir auch die Gaugin Ausstellung und das Museum von Jaques Brek. Zweimal frühmorgens hatten wir Glück am Strassenrand frisches Gemüse zu ergattern. Nach drei Tagen segelten wir zur Insel Tahuata, Hanamoenoa Bay weiter und fanden im Nordwesten einen guten Ankerplatz. Diese Bucht ist sehr abgelegen, hat aber einen wunderschönen Sandstrand und herrlich klares Wasser. Nach ein paar Tagen erreichte SULA ein neuseeländisches Boot die Bucht und zusammen mit allen andern Yachties feierten wir STUS (Skipper von SULA) Geburtstag mit einem grossen Barbecue am Strand. Lesly (seine Frau) hatte zwei grosse Lammkeulen gebraten und noch vieles mehr vorbereitet. Wir wurden wirklich sehr verwöhnt.

1905 tägliches Mittagessen1906 BasaltkegelUnsere Weiterreise brachte uns nach Ua-Pou und wir ankerten hinter dem Break Waters  des Hauptortes, Hakahau. Auch hier waren die Menschen sehr freundlich und zuvorkommend.  Wir besuchten einige Male das Kulturzentrum und assen in der Agronomie-Kooperative für 700 Fp (7 CH) ein ausgiebiges Mittagsbuffet mit rohem Fischsalat, Poulet, Schweinefleisch, Gemüse und Reis. Auch war das Internet von Jaques gratis nachdem man etwas von ihm gekauft hatte. Die Kulisse mit den Basalttürmen gibt der Insel ein eindrückliches und eigenes Bild. Nach ein paar Tagen mussten wir die Bucht verlassen, da das Versorgungsschiff den Plaz benötigte. Wir segelten um die Inselecke nach Westen und ankerten in der nächsten Bucht von Hakahetau. Hier waren schon verschiedene Segler vor Anker,  von 10 Booten waren 6 mit Schweizerflagge. Wir besuchten das Restaurant von Piero (mit Free Wifi) und waren dort sehr willkommen. Am Donnerstagabend wurde von den Einheimischen speziell für die Segler ein Essen am Strand zubereitet. Es hat uns allen sehr geschmeckt. Martin, der Organisator, führte uns alle in den traditionellen Tanz ein.

1907 TankkonkurentebnNach einer Woche setzten wir nach Nuku-Hiva in die Bucht von Taiohae über. Iris begann für ihren 3 wöchigen Schweizeraufenthalt zu packen . Am 15 Juli reiste sie über Papeete und Paris nach Zürich.  Kaum in Bern angekommen plagten sie extreme Rückenschmerzen und nach einigen Abklärungen musste sie sich einer akuten Diskushernien-Operation unterziehen. Somit wurde mit der Rekonvaleszenz ein Aufenthalt von 11 Wochen. Martin blieb auf dem Schiff und besuchte alleine die bereits bekannten Buchten von Ua-Pou. Die längste Zeit verbracht er jedoch in Taiohae. Hier fand während dem ganzen Juli ein Tanzfestival statt. Nebst den aufgeführten traditionellen Tänzen war der Umzug am 14. Juli ein weiteres Highlight. Zuerst präsentierten sich die verschiedenen Sportklubs, dann folgten die Schulen, Tanzgruppen, Berufsverbände und zuletzt die Reitergruppen, welche ihre Reitkünste sehr speziell vortrugen. Am Schluss wurden die Reden der offiziellen politischen Persönlichkeiten gehalten. Die Stromversorgungsfirma spendete einen Imbiss und alle begaben sich in die Festrestaurants zum Mittagessen. Die Tanzgruppen führten ihre traditionellen Tänze vor und rundeten so den Anlass ab. Am 29. Juli kehrte Iris zurück, gerade  rechtzeitig um das letzte Wochenende des Festivals mit zu erleben.  

1908 Anaho Bay Nuku HivaAm 6. Juli segelten wir nach der Anahoe Bay im Norden von Nuku-Hiva. Diese Bay ist nach allen Seiten geschützt und sehr ruhig. Die wenigen Einheimischen (ca. 20) leben vom Fischfang und der Bewirtschaftung ihrer kleinen Kokosnuss-Plantagen. Wir gingen an Land um ausgiebig zu Laufen (Therapie für Iris) und besuchten dabei u.a.das Dorf Hatiheu  welches zu Fuss in etwa einer Stunde erreichbar ist. Auf dem Weg lernten wir Remo kennen, der mit dem Pferd seine Einkäufe im Dorf tätigte. Zusammen mit Hinano führt er ein kleines Guesthous im Westen unserer Bucht. Hinano kochte ein wunderbares Ziegenmenue, gemeinsam musizierten wir und beschenkten uns gegenseitig. Diese beiden Menschen sind eines der vielen Beispiele für die herzliche und grosszügige Art der Marquisen. Langsam wird es Zeit, dass wir nach den Toamotus aufbrechen und so versetzten wir uns von Delphinen eskortiert zurück nach Taiohae um unser Vorräte aufzustocken. Frisches Gemüse, Früchte wie auch frischen Tunfisch (Kilopreis Fr.5..) sind am ehesten morgens um 5.00 h erhältlich.

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