Palmerston - Cook Islands -Beveridge Reef

Palmerston- Cook Island – Beveridige Reef

Am 14.7. liefen wir in Palmerstone ein. Schon Wochen vorher hatte Martin per Mail abgeklärt, ob wir auf diese abgelegene Insel etwas mitbringen sollten. Bestellt wurden 80 kg Zucker und 3 kg Tabak. In Bora Bora kauften wir alle Winfield red auf. Eduard hatte scheinbar bei Scallywag bereits dasselbe bestellt und war nun beschäftigt, die Materialmenge unbemerkt an Land zu bringen. Leider waren praktisch 2/3 der Inselbewohner  auf Rarotonga, da auch dort die alljährlichen Tänzefeste stattfanden. Somit fiel natürlich die Schule wie auch der viermalige Kirchenbesuch am Sonntag aus. Desto herzlicher wurden wir von Eduard und seiner Familie willkommen geheissen und mit einer wunderbaren Mahlzeit verwöhnt.
Am nächsten Tag gingen Koa und Lionel mit Eduard fischen und brachten reichliche Beute heim. Beide jungen Männer waren am Abend gesund müde, da sie nach traditioneller Art die Fische ins Netz jagen mussten. Auch Iris war den ganzen Tag beschäftigt, da einige Bewohner therapeutischen Rat erfragten, wie so oft wurden sie mit einigen Uebungen zur Selbstdisziplin und Selbsthilfe aufgefordert.
Leider war schon bald Leichtwind angesagt, so dass wir bereits am 15.7. gegen Abend nach einer üppigen Fischmahlzeit Richtung  Beveridge Reef ausliefen. Dort hiessen uns bereits einige Wale, die vom Süden herauf kommen, um zu kalben, willkommen.  Im Atoll verbrachten wir den Tag mit schnorchelten durch das unvorstellbar klare Wasser und genossen dieses einmalige Gefühl, mitten im Pazifik  zu ankern, obwohl rundum weit und breit kein Land war. Auch hier mussten wir frühzeitig in die romantische Sonnenuntergangsstimmung hinein die Segel setzen, um noch das letzte bisschen Wind nach Niue zu erwischen. Nach 2 Tagen liefen wir  in Alofi Niue ein.

Bora Bora - Maupihaa

Bora Bora – Maupihaa, das westlichste Atoll der Inseln unter dem Wind

Ende Juni kriegten wir in Bora Bora Besuch von Lionel, herrlich wieder einmal Familie auf dem Schiff zu haben. Wir konnten ihn mit der Fähre am Flughafen abholen, da dieser nördlich von der Insel auf einem Motu liegt. Das herzliche Wiedersehen feierten wir an Land, wunderbares einheimisches Poisson Cru und anschliessend war die Eröffnung des alljährlichen Heivafestes. An 2 Abenden genossen wir die Tänze und Darbietungen und bestaunten die vielseitige Fertigkeit des Blattflechtens. Türen, Wände, Tische, Stühle, Menschen, egal was, alles war irgendwo noch mit einer Blattverzierung geschmückt, gar nicht zu sprechen von den farbigen Stoffen und den Südseeblumen. Liebevolle glückliche Menschen tummelten sich an Land, es war ein Ohren und Augenschmaus.
Ein zusätzliches Wiedersehen fand mit dem Schiff „Ivadel“ statt, plötzlich hörten wir „Salu Martin“, Caroline und Philipp liefen ein, das letzte Mal sahen wir uns in Mindelo, Capo Verde.
Als das Wetterfenster gut war, begann die Weiterreise mit Lionel nach Westen. Er wird uns bis Tonga begleiten.
Zuerst peilten wir Maupiti an, wegen Wind und Wellen änderten wir unterwegs den Plan und liefen in Maupihaa ein. Da in verschiedenen Cruising-guides der westlich gelegene Pass sehr schwierig beschrieben war, peilten wir den Pass mit aller erdenklicher Vorsicht an. Der Pass selber ist sehr gut sichtbar, zu bedenken ist einfach, dass fast immer eine Gegenströmung von ca. 3.5 Knoten herrscht. Die Einfahrt war links und rechts gut sichtbar durch einen weissen Pfahl markiert und am Ende waren links und rechts je eine rote Boje installiert. Diese werden von Adrienne, Karina und Haimano jeweils für das Versorgungsschiff dort angebracht. Das Schiff läuft jedoch nur ca. alle 8 Monate ein.
Nicht nur die Bojen heissen uns willkommen. Sobald der Anker im Norden fest lag, brauste Barua mit einem Freund vorbei und brachte frisch gefangenen Fisch, zum Glück hatten wir gerade gebacken, so konnten auch wir ihnen, mit einem frischen Brot, eine Freude machen.
Die Insel sah so einladend aus, dass wir gleich das Dinghi runterliessen um an Land zu fahren. Südseeidylle pur. Kaum dort angekmmen, tauchten auch schon die 3 Frauen auf, herzlich wurden wir von ihnen links und rechts auf die Backe geküsst und als wir von einem Inselspaziergang zurückkamen, gab es frisches Kokosnusswasser zu trinken. Bei einem ausgiebigen Schwatz im Schatten der Palmen, luden sie uns zum Abendessen ein, Krappen, Palmherzsalat, Poisson Cru, Reis und frisch zubereitete Mayonnaise mit Vogeleiern verziert.  Iris stürzte sich sofort in die Küche und kreierte das Dessert, Caramelcrème mit Meringue. Da soll jemand sagen, Bordleben mache nicht erfinderisch! Der Abend bleibt uns unvergesslich in Erinnerung. Maupihaa ist eine Insel, die der Südseeidylle 100% gerecht wird. Abgelegen, ca. 20 Einwohner, zufrieden,  fröhlich und durch die Kopraernte praktisch Selbstversorger.
Barua gab uns noch Kawafrüchte zu essen und die Nachbarin Hina besorgte eine tüchtige Portion Palm Herz, das wir genüsslich verzehrten. Auf dem Weg zum Aussenriff, passierten wir eine riesige Vogelkolonie, Erinnerungen an den Film „Die Vögel“ von Hitchkock wurden wach. Noch am selben Tag versorgte uns Barua mit einer tüchtigen Anzahl Vogeleiern, die unsere beschränkte Anzahl von Hühnereiern  wunderbar ergänzten.
Hier in Maupihaa, absolvierte Lionel seinen ersten Tauchgang als Erwachsener. Neben den zahlreichen Haien, die immer wieder Gewöhnungsbedürftig sind, sahen wir auch das erste Mal herrlich farbige Nudibranche.
Zum Glück zwang uns das Wetter noch ein paar Tage in diesem wunderbaren Paradies zu verweilen, am 10.7. verliessen wir das Atoll und setzten Segel. Zu dritt gab es natürlich auf den jeweiligen Ueberfahrten auch mehr Schlaf zu geniessen, zumal Lionel nach einmaligem Erklären die Handlungen bereits im Griff hatte. Nach 72 Stunden erreichten wir Palmerston am 14.7.und befestigten Kalea neben Scallywag an einer Mooring.

Societee Islands

5001 MoreaBeim Einlaufen in Papeete riefen wir per VHF den Habourmaster auf und liessen uns Freie Fahrt erteilen zum überqueren des Hafens. Bald danach mussten wir nochmals anrufen um uns die Passage vor dem Flugplatz freigeben zu lassen. Bei der Ankunft in der Marina Taina waren keine Moorings mehr frei und so ankerten wir nördlich von der Marina.

Wir verweilten wiederum einen Tag in Papeete um Ersatzteile und Bootszubehör zu suchen. Leider war nicht alles aufzutreiben. Der Einkauf im nahe gelegenen Carrefour-Supermarkt war ein Genuss, wieder einmal alle kulinarischen Wünsche in greifbarer Nähe.

Freitagmorgen früh am 14. Mai erreichte uns die Nachricht, dass die Mutter von Iris im Sterben liegt. Schnell packte Iris alles zusammen und versuchte den nächstmöglichen Flug in die Schweiz zu erhalten. Die Angestellten von Air Tahiti Nue waren außerordentlich einfühlsam und behilflich. Der Flug konnte am späten Abend starten. Iris erreichte die Schweiz am 15.Mai abends. Leider war ihre Mutter zu diesem Zeitpunkt bereits verschieden. Martin blieb alleine in Tahiti und wartete die Rückkehr von Iris ab.

5002 Schwimmen mit Stingray

 

Am 15. Juni war Iris wieder zurück und wir machten alles bereit, um weiter zu reisen. Am 16.Juni erreichten wir Morea und ankerten im Westen der Oponohu Bay. Mit dem Dinghi fuhren wir zur nächsten Bay und schwammen mit den Sting Rays.

 

 

 

 

 

5003 Süden Huahine5004 QuadausflugBereits am Abend segelten wir Richtung Huahine und gingen am nächsten Tag in der Baie d’avea vor Anker. Ein traumhafter Ankerplatz, Wifi vom nahegelegenen Resort auch auf dem Schiff, aquamarin farbiges Wasser, wir liessen es uns gut ergehen. Mit einem Quad  erkundeten wir die beiden Inseln. In Fare, dem Hauptort genossen wir das Alltagsgeschehen und verköstigten uns mit einheimischen Essen. Im Norden waren die uralten Ruinen früheren Siedlungen zu bestaunen und auf der Ostseite die bekannten Aale im kleinen Fluss.

Nachdem wir eine Nacht vor Fare geankert hatten setzten wir nach Bora Bora über und machten an einer der ca. 10 Mooring der MaiKai Marina fest.